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News

Januar 2012



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Dezember 2011



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Dezember 2011


Nullzwo in den Medien
BMW 2002 touring auf »Focus Online«


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Ob mit Schwellerleiste oder ohne …


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… der Touring ist „schlichtweg eine Augenweide“ findet jedenfalls der Redakteur.


Es ist manchmal nicht zu fassen, wo man landet, wenn man bei Wikipedia stöbert und die Links durchforstet. Zum Beispiel bei »FOCUS-Online«, um dann völlig unerwartet einen Bericht über den BMW 2002 Touring zu erblicken. Unter der Überschrift „Der Zweitausendzweisassa“ gibt es einiges über den rasenden Kofferraum zu lesen. Eingestellt wurde der Artikel im Oktober 2007, zum Start des damals aktuellen BMW 1er Coupé. Sicherlich nicht mehr besonders aktuell, aber vielleicht kennt der eine oder andere den Bericht noch nicht.

In der Einleitung wird das BMW 1er Coupé „als erster legitimer Nachfolger des legendären 02 gehandelt“ Was liegt also näher, als sich den Vorgänger einmal genauer anzusehen. Redakteur Bernhard Santer fremdelt anfangs noch ein wenig: „Ein- und Aussteigen ist eine Wissenschaft für sich“ und bemängelt die „Türgriffe im Stil einer Geflügelschere“ ist dann aber alsbald von der Qualität des Originals überzeugt: „Der 02er geht um die Ecken wie ein Karnickel mit Verfolgungswahn“ und kommt schließlich direkt ins schwärmen: „Der 2002 Touring ist klassisch schön … schlichtweg eine Augenweide“

Mit breiten Puschen und Frontspoiler ist die Kiste allerdings eindeutig auf Krawall gebürstet, der aufgemotzte 2,0-Liter-Vierzylinder stemmt 165 PS auf die Hinterachse. Zur Augenweise langt es auch nicht ganz, der eine oder andere könnte sich nämlich an der fehlende Schwellerleiste auf der Fahrerseite stören. Der Begeisterung tut das aber keinen Abruch: „An sich schon etwas Besonderes, insgesamt haben lediglich rund 30 000 Einheiten des BMW-3er-Vorgängers als zweitüriger Sportkombi die Werkhallen verlassen. Heute sind noch geschätzte 6000 Fahrzeuge fahrbereit.“ Das ist dann aber doch etwas zu optimistisch. 2007 waren in Deutschland lediglich knapp fünfhundert Touring zugelassen.

Nicht so ganz überzeugen können die inneren Werte des Touring: „Das Platzangebot ist bescheiden, hinten können im Grunde nicht einmal Kinder sitzen.“ Dafür kommt die Freude am Fahren aber ungebremst rüber: „Den Touring zu Fahren ist Spaß pur, eben weil es auch ein Stück Arbeit ist. Servounterstützung ist Fehlanzeige, sowohl das Lenkrad, als auch die Bremsen wollen mit Kraft angefasst werden. Bemerkenswert, wie präzise sich der 33 Jahre alte Wagen noch heute steuern lässt, wie viel Rückmeldung die Lenkung gibt.“

Zum Thema gibt es auch noch eine Galerie mit zwanzig Bildern und einen kleinen Film. Nur die immer wieder aufpoppende Reklame ist nervig. Wer mehr wissen mag, muss hier klicken: http://www.focus.de/auto/gebrauchtwagen/oldtimer/tid-7747/fahrbericht-bmw-2002-touring_aid_136607.html

Thomas Reinhold


November 2011


Blick über den Tellerrand:
Fahrzeugvergleich mit BMW 1500 in der »ClassicCars« 6/2011


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Am Kiosk gibt es eine neue Oldtimer-Zeitung mit hohem Anspruch: „Mit classiccars startet die AUTO ZEITUNG ihr neues Magazin … Es bündelt über 40 Jahre Test-Kompetenz mit grenzenloser Leidenschaft für klassische Autos“ Ob das Blatt seinen Lesern nur die Nachdrucke alter Testberichte unterjubeln will oder eine wertvolle Bereicherung für uns Oldtimer-Freunde wird, muss sich noch erweisen. Drücken wir die Daumen.

Gleich in der ersten Ausgabe jedenfalls gibt der große Bruder unseres kleinen Lieblingsfahrzeugs seinen Einstand: In einem Fahrzeugvergleich zwischen Borgward Isabella, BMW 1500 »Neue Klasse« und Volvo 121. Den meisten dürfte der Volvo wohl eher unter dem kriegerischen Kampfnamen „Amazone“ bekannt sein. Seinerzeit hat es diesen Vergleich nicht gegeben und vermutlich hatte das auch gute Gründe. Einer wird auch gleich angeführt: „Als der 1500 an den Start ging, wurde die Isabella schon nicht mehr gebaut. Die Amazone überlebte beide.“
So fragt man sich, ob da nicht vielleicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Amazone und »Neue Klasse« treten als viertürige Reiselimousinen an, die Isabella gab es nur zweitürig. Und während die Mädels noch den rundlichen Idealen der 50er entsprechen, markiert der 1500 mit seiner Kantigkeit den Beginn einer neuen Ära: „Der BMW war 1961 revolutionär: keine geschwungenen Formen mehr. Mit geraden Linien ließ er den Mief der 50er zurück.“ Das half ihm allerdings wenig, denn alsbald verschwand der 1500 in der Versenkung: „ … weil er stärkeren Versionen und der legendären 02er-Reihe des Hauses Platz machen musste.“ Unser Lieblingsfahrzeug erblickte allerdings erst einige Jahre nach dem 1500 das Licht der Straßenlaternen.

Zurück zum Vergleich: Auch unter dem Blech gibt es große Unterschiede. Während das Schwedenmädel mit straff gefederter Starrachse durch die Gegend trampelt, tritt die Bremerin mit dem schönen Namen erheblich leichtfüßiger auf. Die Pendelachse der Isabella mag bloß keine hektischen Spurwechsel. Eine Pendelachse wird im Infokasten auch dem BMW 1500 angedichtet. Ein weiterer Lapsus unterlief den Redakteuren bei den Eckdaten: „ … bis zum Jahr 1972 etwa 30 000 Mal gebaut“ Ein paar mehr waren es dann doch, insgesamt liefen über dreihundertfünfzigtausend Limousinen der »Neuen Klasse« vom Band.

Zum Schluss gibt es natürlich ein Fazit: „Der Bayer weist den Weg zu optischer Nüchternheit und modernen Fahrwerkskonzepten.“ In der Wertung fährt der 1500 in den Bereichen Bedienung, Fahrleistungen, Fahrverhalten und technischem Niveau die anderen in Grund und Boden. Alles mit Höchstpunktzahl bestanden. Warum der Wagen trotzdem keinen Spaß machen soll, bleibt unerfindlich. Und nicht nur BMW-Freunde fragen sich, warum in der Wertung nicht korrekt addiert wurde. Vielleicht, damit die Isabella mit hauchdünnem Vorsprung gewinnen kann.

Thomas Reinhold


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Inhaltsverzeichnis: Kult-Limousinen der 60er stellen sich dem Vergleich.

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Auftakt: Ob da jetzt drei Amigos oder Äpfel mit Birnen verglichen werden, muss der Leser entscheiden.

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Daten & Fakten, Fakten, Fakten: Die »Neue Klasse« verkaufte sich angeblich nur 30 000 Mal. Vielleicht lag es ja an der Pendelachse.

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Alter Schwede: Die Amazone war ein echter Dauerläufer und kämpfte bis 1970.

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Isabella: Die Bremerin mit dem schönen Namen trat schon vor der »Neuen Klasse« ab.

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Punktewertung und Fazit: Ladies first? Bei korrekter Addition hätte der 1500 mit 45 zu 41 Punkten die Isabella locker in die Tasche gesteckt.



Oktober/November 2011


Das war’s! – War’s das?

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Früher war mehr Spaß. Marode Straßen …

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… die Umwelt gefährdende E 10-Ökobrühe …

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… und katastrophales Wetter. Wohl dem, der die wenigen schönen Tage für eine Ausfahrt nutzen konnte (Foto: Reinhold)



Das war es also, die Saison ist zu Ende. Geht es nur mir so vor, oder sollte man 2011 lieber schnellstens vergessen? Euro- und Wirtschaftskrise, Japan ist immer noch radioaktiv verseucht und unsere kleinen Ärgernisse bleiben uns auch erhalten: Schlaglöcher ohne Ende, katastrophales Wetter und E-10 Ökosprit-Desaster. Wohl das beste, was man über diese Saison sagen kann ist, das nächstes Jahr eine neue kommt. Vielleicht sogar eine bessere. Aber der Reihe nach:

Unsere Straßen zerbröseln! Während früher nach dem Abklingen des Frostes unverdrossen die Schlaglöcher gespachtelt wurden, verfolgte man in meiner Umgebung nun einen neuen Ansatz. Lange Zeit wurde gar nichts gemacht, um dann kurz vor Schluss noch schnell einige Straßen zu sanieren. Viel zu spät und viel zu wenig. Aber immerhin kann ich nächstes Jahr einige holperfreie Kilometer unter die Räder nehmen. Vielleicht sogar bei gutem Wetter.

Dieses Jahr war es warm und trocken! Behauptet jedenfalls der deutsche Wetterdienst. Mit Ausnahme der Monate, die man früher als Sommer bezeichnete. Behaupte ich. Nach einem knackig kalten Winter hatten wir Hochsommer im April und Aprilwetter im Hochsommer. Ansonsten war es zu heiß, zu kalt, zu nass, zu trocken. Auch die letzten goldenen Oktobertage konnten nicht mehr allzu viel retten. Andererseits: Bei miesem Wetter bleibt unser Lieblingsfahrzeug in der Garage und braucht nicht so oft an die Tankstelle.

Denn das ungeliebte E 10 bleibt uns erhalten! Eine Zeit lang sah es ja so aus, als könnte man das Problem durch konsequentes ignorieren aus der Welt schaffen. Hat leider nicht geklappt. Und weil wir Ignoranten das Zeug verachten, wird die fällige Strafzahlung der Konzerne nun an uns weitergereicht. Angepriesen als Wunderelixier, das die Welt retten sollte – zumindest die Umwelt – schadet diese Brühe nicht nur der Natur und vielen Fahrzeugen sondern auch noch unserem Geldbeutel.

Das war es also! Die Saison ist zu Ende, die Ärgernisse bleiben. War es das wirklich oder jammern wir nur auf hohem Niveau? Andererseits sind es gerade die Kleinigkeiten, über die man sich immer wieder die Krätze ärgert. Was uns bleibt, ist immerhin die Hoffnung das im nächsten Jahr vielleicht einiges besser wird.

Thomas Reinhold

Oktober 2011


Nullzwo in den Medien
2002 tii in der »MotorKlassik« 10/2011


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Schön, wenn man gegen Ende der Saison noch einige halbwegs trockene Tage zu einer Ausfahrt nutzen kann. Noch schöner, wenn man bei der »MotorKlassik« arbeitet und sich ein adäquates Fahrzeug aussuchen darf. Am schönsten, wenn anschließend darüber auch noch in der Titelgeschichte auf sieben Doppelseiten berichtet wird: „Sechs Kollegen, sechs Autos und eine klar definierte Route – die deutsche Alpenstraße. 450 Kilometer von Lindau am Bodensee bis Berchtesgaden. Vorbei an 25 Burgen und Schlössern, an 20 Seen und rechter Hand stets der Blick auf die bayerischen Alpen.“

Die „Letzte Runde“ wurde mit einem ziemlichen Sammelsurium unternommen, darunter ein Dino 246 GTS, ein De Tomaso Pantera GTS, ein Lancia Fulvia 1.3 S Montecarlo und ein Austin-Healey 3000 Mk I. Bei diesen „Alltags-Klassikern“ wirkte das wuchtige Opel Commodore A Coupé fast schon exotisch. Einen guten Geschmack bewies Autor Michael Schröder, entschied er sich doch für einen Vertreter unseres Lieblingsfahrzeugs, den 2002 tii: „ Er wirkt klar und sparsam modelliert. Kein Gramm Blech zu viel und nirgendwo ein Schnörkel, der die schlichte Linie stört … wenig Auto, viel Motor, dazu ein Fahrwerk, welches Maßstäbe setzte.“

Auf den schön gemachten Seiten sieht der geneigte Leser viele Klassiker, noch mehr Landschaft und ein kleines bisschen zu wenig Nullzwo. Trösten wir uns deshalb mit einem weiteren Statement des Redakteurs: „So gesehen wundert es nicht, dass ein Nullzwo tii auf einer Landstraße über sich hinauswächst. Dass er Kurven gleichermaßen gierig vernascht wie ein Erstklässler eine Tüte Gummibärchen. Dass er über jede Gerade herfällt wie ein ausgehungerter Löwe über seine Beute. Eben ein wilder Kerl, dieser 02.“ Dem ist dann auch nichts mehr hinzu zu fügen.

Thomas Reinhold


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Oktober 2011


Nullzwo in den Medien
2002 tii im »BMWMagazin« 2/2011


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Nicht überall, wo die drei magischen Buchstaben »BMW« auf dem Titel stehen, gibt es etwas für uns zu holen. Eine dieser Ausnahmen dürfte das »BMWMagazin« sein. Auf über hundert Hochglanzseiten feiern die Münchener sich und ihre Produkte. Auf großzügigen Bilderstrecken und sterilem Layout wird ein Lebensstil gepredigt, zu dessen Umsetzung unbedingt ein BMW gehört. Nach Möglichkeit ein Neuer.

Oldtimerfreunde die selber schrauben, zeigen dafür bestenfalls freundliches Desinteresse. Falls sie das Heft überhaupt zur Hand nehmen, dann ist es schnell durchgeblättert. Doch diesmal findet sich ein Körnchen Salz in der faden Suppe, gibt es eine Oase in der Wüste des Wohlgeschmacks. Die Zielgruppe des »BMWMagazins« wird diese Seite wohl verständnislos überblättern, wir dagegen bleiben gebannt hängen: Moment mal, das ist ja interessant!

Unter dem Titel „I like my BMW 2002 tii“ wird über ein ganz besonders Auto berichtet. Ein sehr spezieller Vertreter unseres Lieblingsfahrzeugs, optisch ziemlich heruntergekommen, eigentlich ein Fall für den Abdecker oder eine dringend notwendige Vollrestaurierung. Was macht den Wagen also so besonders?
Der US-Amerikaner Paul Wegweiser besitzt insgesamt zwölf Nullzwo, von denen die meisten vermutlich besser sind als gerade dieser hier und beantwortet gerne die Frage: „Natürlich war da viel Rost und Patina, aber unter dieser Oberfläche stand da ein Wagen im Originalzustand. Ein Survivor!“

So bekommen wir einen ganz speziellen Vertreter unseres Lieblingsfahrzeuges zu sehen. Kein zu Tode restauriertes Top-Exemplar, sondern einen von harten Jahren gezeichneten Veteran, einen echten Überlebenden. Schade, dass es davon nur eine Seite gibt und keine großzügige Bilderstrecke. Gerne hätten wir mehr von diesem Fahrzeug gesehen. Und gerne hätten wir gesehen, dass die Münchener sich auf ihre Wurzeln besinnen und im »BMWMagazins« über einen völlig anderen Lebensstil berichten, zu dessen Umsetzung natürlich auch ein BMW gehört. Nach Möglichkeit ein alter.

Thomas Reinhold


September 2011


Rückblick:
Reklame-Aufkleber Oldtimertreffen Tostedt


Bei dem Oldtimertreffen in Tostedt konnten die Besucher über das gesamte Wochenende ungefähr 400 Klassiker bewundern, darunter auch einige unserer Lieblingsfahrzeuge. Am Sonntag gelang es uns durch tatkräftigen Einsatz einiger Ordner eine geschlossene Nullzwo-Reihe zu bilden

Thomas Reinhold

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September 2011


Nullzwo in den Medien
Reklame-Aufkleber Oldtimertreffen Tostedt


Unser Lieblingsfahrzeug macht dank satter Straßenlage und guter Bodenhaftung jede Menge Spaß. Nun klebt der Wagen nicht nur in den Kurven sondern auf allen möglichen anderen Untergründen. Das dritte Tostedter Oldtimer & Youngtimertreffen macht mit dem Aufkleber eines Nullzwo-Renners auf sich aufmerksam.

Zumindest die norddeutschen Nullzwo-Fans könnten das zum Anlass nehmen, einmal hinzufahren und zu gucken, ob tatsächlich unsere Lieblingsfahrzeuge bei diesem Treffen vertreten sind.

Thomas Reinhold

Info: http://www.oldtimer-tostedt.de

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August 2011


Nullzwo in den Medien
Garagenbericht in der »OldtimerMarkt« 8/2011


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Die Zeiten, als unsere Lieblingsautos schnöde unter der Laterne parkten oder in dunkle Parkhäuser verbannt wurden, sind hoffentlich schon länger vorbei. Längst haben wir unsere Schätzchen gut und sicher untergebracht. Neue Anregungen werden trotzdem gerne angenommen. In der aktuellen Ausgabe der »OldtimerMarkt« werden uns einige erfreuliche Alternativen angeboten, die uns vielleicht auf neue Ideen bringen, ganz sicher aber unsere Phantasie anregen. Unter der Rubrik „Traumgaragen unserer Leser“ öffnen sich die Tore einiger traumhafter Garagen. Eine davon interessiert uns aus naheliegenden Gründen ganz besonders.

Und diese Traumgarage liegt auch noch in einem traumhaft schönen Landstrich: „Malerisch schmiegen sich die alten Häuser aus Bruchsandstein in eine Geländefalte zwischen sanft gewellte Weinberge, die mit ihren Rebzeilen wie frisch gekämmt aussehen.“ Bei dieser idyllischen Lage bekommt das Motto „Schöner Schrauben“ doch gleich eine völlig neue Bedeutung. Auf einer traumhaft schönen Doppelseite öffnet Stephan Hippel die Tore seiner in Wahlheim/Rheinhessen gelegenen Garage, um uns sein ziemlich heißes Nullzwo-Duo zu präsentieren. Dabei geht es äußerst launig gleich in die vollen, als der Besitzer den Zündschlüssel seiner Bestimmung zuführt.
„Mit dem Idyll ist es vorbei, als der Anlasser klackend in die Schwungscheibe einrückt und die hochverdichtenden Kolben des BMW-Motors über die oberen Totpunkte müht. Dann erwacht der 2002 tii zu grollendem Leben.“ Gleich zwei der flotten Einspritzer nennt der stolze Besitzer sein eigen, beide liebevoll aufgearbeitet und in hervorragendem Zustand. Trotzdem ist immer noch einiges zu tun: „… hat er bereits einige Motoren, Achsen und Getriebe im Regal liegen, die jetzt nacheinander auf Vordermann gebracht werden.“ Und so endet dieser Ausflug in die traumhaft schönen Garagen anderer und entlässt uns in die Realität unserer eigenen Projekte.

Thomas Reinhold


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Davon träumen wir auch manchmal. Die Traumgarage von Stephan Hippel.


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Blick über den Tellerrand: Woanders sind die Kofferräume größer und die Farben schriller.

August 2011


Nullzwo-Zulassungszahlen
Leichte Erholung


Gute Nachrichten vom Kraftfahrt-Bundesamt. Der Bestand unserer Lieblingsfahrzeuge hat sich leicht erholt. Während es letztes Jahr 52 Abgänge gab, sind zur neuen Saison 33 Nullzwo wieder auf die Straße gekommen. Seit vier Jahren pendelt der Gesamtbestand stabil über der dreitausendsiebenhunderter Marke. Mit Sicherheit ein Indiz dafür, dass die Mehrheit der Fahrzeuge fest in der Hand von Liebhabern sind.

In fast allen Bereichen gab es Zuwächse. Vom eher ungeliebten 1502 gingen sogar 14 Stück wieder onlane. Abgänge musste wieder einmal der 2002 hinnehmen (Minus sieben), der Bestand an 1600-2 ging um elf zurück. Ansonsten gute Nachrichten aus allen Bereichen. Die Limousinen legten insgesamt um 17 Fahrzeuge zu, vom Touring gibt es neun und von den Cabrios sieben Stück mehr.

Das Spitzenmodell unserer Lieblingsfahrzeuge, der 2002 Turbo, konnte sogar um unglaubliche zehn Prozent zulegen; von dreißig auf 33. Mal sehen, ob sich das gestiegene Turbo-Angebot im nächsten Jahr durch sinkende Preise bemerkbar macht.

Thomas Reinhold

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Juli 2011


Blick über den Tellerrand:
Kaufberatung „Neue Klasse“ in der »OldtimerMarkt« 7/2011


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Ursprünglich baute BMW Autos für Generaldirektoren und Tagelöhner.* Vor 50 Jahren aber schloss eine wegweisende Neukonstruktion die abgrundtiefe Lücke zwischen den repräsentativen Achtzylinder-Modellen und dem aus der Isetta weiterentwickelten 700 mit seinem Mopedmotor. Das könnte uns eigentlich ziemlich egal sein. 1966 wurde allerdings aus eben diesem Modell ein uns allen bekannter kompakter Zweitürer abgeleitet, der seinem großen Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Hat der ehrwürdige Stammvater neben der Technik und seinem guten Aussehen auch die gleichen Gebrechen wie unser Lieblingsauto? Ein Blick über den Tellerrand.

In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod.** Oder die Rettung. Der alsbald „Neue Klasse“ genannte Mittelwagen war für BMW der Beginn einer bis heute ungebrochenen Erfolgsgeschichte. Trotz sportlicher Fahrleistungen wäre es aber übertrieben, den großen Bruder unseres Lieblingsautos als viertürigen Nullzwo zu bezeichnen: „Tatsächlich fährt sich ein 02 deutlich agiler als eine Neue Klasse …“ Trotz seines Erfolges ist die Baureihe bei Freunden weißblauer Klassiker eher weniger beliebt: „Dass es um den „Rettungswagen“ dennoch still wurde, ist seinem jüngeren Bruder geschuldet, der 1966 das Licht der Welt erblickte: Aus dem Stand avancierte das Nesthäkchen 02 zum Liebling der Sportfahrer …“
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Unter der ketzerischen Überschrift „Echt klasse?“ gibt es in der aktuellen OldtimerMarkt auf sechs Seiten eine ausführliche Kaufberatung der „Neuen Klasse“. Von über 360.000 hergestellten Fahrzeugen sind nur noch 370*** zugelassen. Wie steht es denn jetzt um die Schwachstellen der letzten Überlebenden? Sechzehn Detailfotos geben tiefe Einblicke in die Abgründe mürber Karosserien: Radhäuser hinten, der gesamte Bereich um die A-Säule, Achsträgeraufnahmen, Deckel in den Bodenwannen, Falze, Kanten, Hohlräume … Wenn es fault, dann aber richtig. Nullzwo-Fahrern dürfte das alles sehr bekannt vorkommen. Und wenn erst einmal die strukturelle Integrität gefährdet ist, wird es für den Restaurator ziemlich bitter. Denn das Angebot an Reparaturblechen ist dünn gesät und Karosserieteile kaum noch zu bekommen.

Immerhin sind Verschleißteile günstig und der Wagen leicht zu warten. Man braucht weder spezielles Werkzeug noch besondere Kenntnisse. Vorausgesetzt die Karosserie ist halbwegs in Ordnung, kann man mit der „Neuen Klasse“ deshalb nichts verkehrt machen: „Der BMW kombiniert den Charme der Sechziger mit echtem Nutzwert: Immer noch aktuelle Fahrleistungen bei vertretbaren Verbräuchen, ein riesiger Kofferraum und eine wirklich gute Versorgung mit Verschleißteilen zu moderaten Preisen prädestinieren ihn zum Alltags-Oldie, in dessen lichtem Aufbau es sich vortrefflich reisen lässt.“

Thomas Reinhold


* Artikel „Bayerns Gloria“ (Spiegel Nr. 8 vom 17. Februar 1965)
** Deutscher Spielfilm von 1974 (nach einem Zitat von Friedrich von Logau)
*** Aktuelle Zulassungszahlen im BMW V8-Magazin 2/2011



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Gewusst wo: Detailaufnahmen der Schwachstellen mürber Karosserien. Nullzwo-Besitzern dürften sie bekannt vorkommen

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Die Technikabteilung mit Marktwert und Ersatzteilpreisen

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Technische Daten, Interieur und Clubliste



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Vorschau: In der nächsten Ausgabe öffnen Oldtimerbesitzer ihre Garagentore. Dann gibt es Nullzwo’s ohne Stoßstangen im Doppelpack ;-)


Juli 2011


Nullzwo in den Medien
Nachschlag: 2002 ti in der »BMWScene 04/11«


http://bmw-scene.de
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Schön, dass die »BMWScene« erneut auf unseren Geschmack gekommen ist. Zum zweiten Mal in Folge geht es um unser Lieblingsauto, diesmal auf fünf Seiten um einen 2002 ti im Renntrimm. Der Wagen ist meistens auf diversen Rennstrecken unterwegs und wurde wieder mit dem Prädikat „Best of BMW“ geadelt. Nach einem kurzen Abriss über die Geschichte der Nullzwo-Reihe geht es gleich zur Sache: Den Wagen hatte der stolze Besitzer Gerhard Brinker einst bei ebay ersteigert. Käfig, Hosenträgergurte und Schalensitz waren schon installiert, für den Sporteinsatz keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Reinsetzen und losfahren, was will man mehr.

Der Eigner kümmert sich seitdem um die artgerechte Haltung des Klassikers. Der 2002 ti fährt zwar nicht mehr viel, aber meistens schnell. Rund 700 Kilometer jährlich fegt der Wagen bei Youngtimer-Rennveranstaltungen des ADAC über die Piste. „Dort sorgt er zwar nicht mehr für Angst und Schrecken bei der Konkurrenz, dafür aber für jede Menge Begeisterung bei den Zuschauern.“ Beim Leser löst der Artikel vielleicht nicht so viel Begeisterung aus. Er stammt – wie der Turbo-Bericht aus der letzten Ausgabe – von Marcel Kühler und ist schon wieder ziemlich zahm geschrieben.
Dafür geizt der Bericht nicht mit technischen Daten. Leider wurden sie alle in einen einzigen Absatz gequetscht. Wenn auf dreißig Zeilen fast eben so viele Daten und Zahlen kommen, verheddert sich nicht nur der Leser: „… das Drehmoment-Duell gewinnt der ti mit 157 zu 167 Newtonmetern.“ Immerhin hatte der Redakteur professionelle Hilfe bei den Fotos. Den Bildern ist das zugute gekommen, das blättern macht richtig Spaß. So bleibt eigentlich nur noch zu kritisieren, dass es in der nächsten »BMWScene« keinen weiteren Bericht über unser Lieblingsauto gibt.

Thomas Reinhold


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Langgestreckt durch die Kurve. Kleiner Appetitanreger im Inhaltsverzeichnis.


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Los geht’s: Der 2002 ti fährt zwar wenig, aber meistens schnell. Kleines Foto: Arbeitsplatz mit stilvoller Patina.


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Der weißblaue Flitzer kann auch anders herum durch die Kurven driften. Als Zugabe gibt es Motor, Innenraum, Eigner und Auto.


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Blick unter die Haube bei den „Reportfacts“.


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Jetzt aber schnell. Mittelposter als nette Dreingabe.


Juni 2011


Mehr Rücksicht im Straßenverkehr

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Ob rund oder eckig, es ist nicht zu fassen …

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… was heutzutage als Seitenscheibe durchgeht

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Früher war alles besser. Auch der Blick nach draußen (Fotos: Reinhold)



Wenn man sich heutzutage so umguckt, vor allem in modernen Autos, kommt man schnell zum Schluss, dass früher manches besser war. Vor allem die Rundumsicht. Die Zeiten, als man durch großzügig verglaste Fensterflächen die Umwelt betrachten konnte, sind schon lange vorbei. Ein guter Teil der schlechten Sicht ist der Sicherheit geschuldet. Wuchtige Säulen sorgen dafür, dass im Falle eines Unfalles nichts Schlimmes passiert. Der Fortschritt ist eben nicht aufzuhalten, auch im Autobau. Und das ist auch gut so.


Moderne Fahrzeuge sehen nicht mehr aus, wie ein Schuhkarton der plötzlich bremsen musste. Sie beugen sich dem Fahrtwind und den Gesetzen der Aerodynamik. Aber leider ist mit der Kantigkeit vergangener Tage noch etwas anderes verloren gegangen: Der Blick nach draußen! Es ist nicht zu fassen, was heutzutage als Seitenscheibe durchgeht. Ob rund oder eckig, alle haben eines gemeinsam: Man kann nicht mehr herausgucken. Was waren das noch für Zeiten, als man durch einen schnellen Schulterblick den toten Winkel überlisten konnte. Lange vorbei. Rückwärts einparken wird zur Herausforderung, ein Spurwechsel zum Vabanquespiel.


Kein Wunder, das vielen Autofahrern angesichts undurchschaubarer Seitenfenster der Durchblick verloren geht. Handelt es sich vielleicht um ein Komplott der Autohersteller, um ihre teuren und aufwendigen Assistenzsysteme unter die Kundschaft zu bringen? Irgendwie muss man ja den Umsatz ankurbeln. Oder sind womöglich die undurchschaubaren Seitenscheiben dem Zeitgeist geschuldet, jenem merkwürdigen Konstrukt, mit dem die aktuelle Befindlichkeit ausgedrückt wird? Soll diese zwangsweise Zentrierung dafür sorgen, dass wir mit starrem Tunnelblick nur noch geradeaus gucken; nur noch nach vorne und nicht mehr zur Seite oder zurück?


Viele Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt. Aber zerbrechen wir uns darüber nicht den Kopf. Dank unserer Lieblingsautos sind wir in der Lage zu gucken, wohin wir wollen; nach vorne, zur Seite und auch zurück. Denn früher war manches besser: Das Wetter war beständiger, das Benzin billiger und die Autos hatten noch Charakter. Setzen wir uns also in unser kompaktes Technik-Museum, genießen die gute Rundumsicht und sehen entspannt dabei zu, wie der Zeitgeist an uns vorüberzieht.


Thomas Reinhold

Mai 2011


Nullzwo in den Medien
Hast Du keinen, bau Dir einen!
Echt nachgemachter 2002 Turbo in der »BMWScene 03/11«


http://bmw-scene.de
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Die BMW-Szene ist riesengroß und ziemlich unübersichtlich. Unser kleiner Bereich macht nur einen verschwindend geringen Teil davon aus. Umso erfreulicher, dass eine Zeitung, die laut Editorial aus der Szene für die Szene berichtet, ihren Lesern ein ganz spezielles Exemplar unseres Lieblingsfahrzeugs näher bringt. In der aktuellen »BMWScene« wird der Nachbau eines 2002 Turbo vorgestellt. Anscheinend können die Jungs von der »BMWScene« den Umbau selber nicht so recht einordnen: Auf dem Titel noch als Plagiat gescholten, bekommt der Wagen im Inhaltsverzeichnis das Prädikat Best of BMW verliehen. Ja was denn nun?

Mit viel Mühe und Liebe zum Detail entstand aus einem zivilen 2002 die von uns Fans geradezu vergötterte Krawallschüssel, die BMW seinerzeit mächtig viel Ärger einbrachte. Der nachgebaute Zeitgenosse ist kaum von seinem Vorbild zu unterscheiden. Trotz aller optischen Täuschung ging die Originalität allerdings nicht so weit, einen Turbolader unter die Motorhaube zu klemmen. Auch bei der Bereifung wurde geringfügig vom Vorbild abgewichen: Die mickrigen Stahlfelgen wurden aussortiert, zum Einsatz kommen 195/50er auf wuchtigen 7Jx15 BBS-Felgen.

Anstelle des Turbos sorgen offene Weber und eine leicht verschärfte Nockenwelle für den Vortrieb. Aus dieser Bestückung lassen sich aber sicher mehr als die vom Besitzer angegebenen 120 Pferdestärken herauskitzeln.
Zumindest dürfte der Wagen alltagstauglicher als das Original sein. Der hatte nämlich ein bodenlos tiefes Turboloch. Über die legendär miese Gasannahme wird aus einem alten Fahrbericht zitiert: „… im unteren Drehzahlbereich keineswegs so sportlich, wie sein Äußeres vermuten läßt. Hier reagiert er sehr zäh aufs Gas und beschleunigt nicht besser, als der mit halber Turbo-Leistung operierende 1602.“

Ursprünglich hatte der stolze Eigner einen Oldie aus der 02-Reihe gesucht. Wie kommt man dann aber auf die Idee, sich einen Turbo zu schnitzen? Fragen wir doch den Besitzer: „Als in (!) noch ein Kind war, hatte mein Onkel einen 2002 tii. Den fand ich damals schon so cool, dass für mich feststand: So einen will ich auch irgendwann einmal haben!“ So war das also. Zumindest der Redakteur hatte dann wohl keine Fragen mehr. Einige der Reportfacts sind ähnlich aufschlussreich: „Höchstgeschwindigkeit: Keine Angabe (Serie 2002: 173 km/h; Serie 2002 turbo: 211 km/h)“ Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

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Vom Plagiat zur perfekten Replik. Im Inhaltsverzeichnis werden alle Register gezogen.

Der brav geschriebene Artikel lässt leider einige Fragen offen: Wie lange hat die Aktion eigentlich gedauert? Gab es Probleme bei der Teilebeschaffung? Gibt es vielleicht eine skurrile Begebenheit oder lustige Anekdote zu berichten? Nö, irgendwie nicht. Schade eigentlich. Auch optisch wird nicht viel geboten. Ein dunkelweißes Auto vor hellgrauem Hintergrund auf chamonixfarbenem Papier darzubieten zeugt nicht gerade von Einfallsreichtum; das monochrome Layout wirkt blass und farblos. Was hat eigentlich dagegen gesprochen, den Wagen auf die grüne Wiese zu stellen, um unsere Augen ein wenig zu kitzeln? Vielleicht nächstes Mal.

Da bleibt zum Schluss nur noch ein Fazit: Die Originalitäts-Analytiker werden sich wohl in Krämpfen winden. Aber wer das ganze nicht so verbissen sieht, darf sich über ein ganz spezielles Exemplar unseres Lieblingsfahrzeugs freuen. Als nette Dreingabe gibt es noch ein Poster auf der Mittelseite. Und was richtig schön ist: »BMWScene« scheint auf unseren Geschmack gekommen zu sein! In der nächsten Ausgabe wird über einen 2002 ti berichtet, der regelmäßig bei Rennveranstaltungen eingesetzt wird. Dann sind vielleicht sogar buntere Bilder zu sehen.

Thomas Reinhold


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Jetzt geht’s los: Ein echt nachgemachter Turbo …

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… versucht sich vom grauweißen Einerlei abzuheben …

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… wenigstens sorgen die blauen Infokästen für ein wenig Belebung.

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Zugabe: Das Poster auf der Mittelseite.
Gibt es in Mittelfranken eigentlich keine schöneren Ecken? Selbst der Wackeldackel guckt skeptisch.

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Nachschlag: In der nächsten »BMWScene« wird über einen 2002 ti berichtet, der regelmäßig bei Rennveranstaltungen eingesetzt wird.


Mai 2011



Nullzwo-Preise

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Beim neuen Markt-Sonderheft mit den Oldtimerpreisen hat es unser Lieblingsfahrzeug wieder auf den Titel geschafft. Anstelle des sattsam bekannten Limousinen-Duos der letzten Jahre prescht nun ein Touring in frechem Golf-Gelb durch die Bilderleiste. In diesem Heft haben sich wieder haufenweise Superlative angesammelt: Über 25.000 Notierungen verteilen sich auf insgesamt 348 Seiten und informieren über fünftausend Modelle von 156 Marken. Illustriert wird das ganze mit zweitausend Fotos, die zumindest im BMW-Bereich ein starkes Déjà-vu-Gefühl auslösen. Die weißgelbe Fraktion auf der Nullzwo-Seite begleitet uns schon seit sechs Jahren. Ist das Markt-Archiv wirklich so ärmlich ausgestattet?

Als Service informiert jetzt ein rot-weißer Pfeil über die Preisentwicklung der jeweiligen Baureihe. Das gab es zuletzt vor 23 Jahren, damals allerdings in schwarzweiß und für jedes Fahrzeug einzeln. Bei unseren Lieblingsfahrzeugen zeigt der Pfeil steil nach oben. Entweder war letztes Jahr ordentlich was los, oder die Jungs von Classic-Data haben endlich ihren Schreibtisch aufgeräumt und längst fällige Änderungen eingepflegt. Nachdem in den letzten Jahren
weitgehend lähmende Preisstabilität herrschte, wird nun ein Feuerwerk sondergleichen abgebrannt. Preissteigerungen ohne Ende, durch alle Karosserie-Varianten, Motorisierungen und Zustände hindurch. Einen derartigen Rundumschlag gab es zuletzt vor fünf Jahren.

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Endlich abgelöst. Das sattsam bekannte Limousinen-Duo ist von der Titelseite verschwunden.


Sogar der ungeliebte 1502 durchbricht nun die zehntausender Marke. Ein normaler 2002 liegt knapp unter 20.000 Euro, ti & tii deutlich darüber. Für ein schickes Cabrio müssen mindestens 30 große Scheine den Besitzer wechseln und für einen Turbo sind gar 43.000 Euro fällig. Die Zeit der billigen Nullzwo geht anscheinend dem Ende entgegen. Wer sich schon immer mal ein gutes und günstiges Fahrzeug wegstellen wollte, hätte das besser vor einigen Jahren erledigen sollen. Selbst rostiger Schrott verwandelt sich in glänzendes Silber. Teileträger im Zustand fünf konnten teilweise deutliche Steigerungen erzielen.

Bei der Wert-Entwicklung lässt sich eine interessante Spreizung feststellen: Während Spitzenexemplare Steigerungen von bis zu fünfzig Prozent verzeichnen, legen mittelprächtige Vertreter eher mäßig zu, teilweise bröckeln die Preise sogar wieder ab. Neben all den vielen Gewinnern
gibt es einen großen Verlierer: Der 1600 ti hat seinen unglaublichen Höhenflug vom letzten Jahr abrupt beendet und wurde wieder auf Normalmaß zurechtgestutzt! Teilweise drastische Verluste durch alle Zustände lassen vermuten, dass er im letzten Heft wohl doch ein wenig zu optimistisch bewertet wurde.

Mal sehen, wie es mit der Preis-Entwicklung weitergeht. Kommen in nächster Zeit wieder magere Jahre, in denen die Preise nur in homöopathischen Dosierungen steigen oder hält der Höhenflug an? Das nächste Sonderheft wird es zeigen.

Thomas Reinhold

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Rückblick: Als wenn es nichts anderes gäbe. Die weißgelbe Fraktion unserer Lieblingsfahrzeuge begleitet uns seit 2006.
Nicht einmal die Bildunterschriften wurden redaktionell überarbeitet.


April 2011



… und jetzt fängt auch noch die Saison an!
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Winter zu Ende!

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Schlaglöcher ohne Ende! (Fotos: Reinhold)

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Ökosprit-Wende? Protestaufkleber gibt’s im Internet

Das Jahr hat gerade erst angefangen und macht schon keinen Spaß mehr! Was ist nicht alles passiert in den letzten Wochen: Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten, Krieg in Libyen, Erdbeben, Flutwellen, explodierende Atomkraftwerke und radioaktive Verseuchung in Japan. Da wird der Saison-Auftakt ziemlich unwichtig. Wenden wir trotzdem den Blick vom Weltgeschehen ab und schauen auf unseren kleinen Bereich. Auch dort ist einiges passiert: Jahrhundertwinter (mal wieder), Schlaglöcher ohne Ende und E-10 Ökosprit-Desaster. Auch nicht gerade lustig.

Aber der Reihe nach: Der letzte Winter hatte es mal wieder in sich. Genauso wie der vorletzte. In Zeiten von Klimawandel und zunehmender Erderwärmung kennen wir das eigentlich gar nicht mehr. Ob sich da zufällig zwei Einzelvorkommen häuften oder doch ein neuer Trend abzusehen ist, wird sich zeigen. Freuen wir uns lieber darauf, dass jetzt der Frühling kommt. Die nächsten Monate dürften hoffentlich frostfrei verlaufen und vielleicht wird der kommende Sommer sogar etwas wärmer als der letzte.

Mit dem zurückweichen von Eis und Schnee offenbarte sich ein unschöner Anblick, den wir auch schon vom letzten Jahr kannten: Schlaglöcher ohne Ende. Und wieder müssen wir die Konsequenzen der Flickschusterei der letzten Jahre tragen. Demnächst werden hoffentlich die ersten Löcher zugespachtelt, die Reparaturarbeiten werden sich wohl wieder hinziehen. Letztes Jahr waren die Flickarbeiten kurz vor Beginn der ersten Frostnächte abgeschlossen. Mal sehen, ob sich die Kommunen diesmal einen ähnlich straffen Zeitplan gesetzt haben.

Nun können wir endlich wieder mit unseren Lieblingsautos fahren, allerdings ganz vorsichtig, wegen der vielen Schlaglöcher. Aber da stehen wir schon vor dem nächsten Problem. Das Tanken wird zunehmend unerfreulich. Nicht nur, dass die Spritpreise mal wieder — oder immer noch — auf Rekordniveau stehen. An den Tankstellen ist es unübersichtlich geworden, aus einigen Zapfsäulen fließt neuer Stoff.

Das sogenannte E10 (wegen der zehnprozentigen Beimischung von Bio-Ethanol) soll jede Menge Vorteile bieten: Durch Verwendung nachwachsender Rohstoffe die Abhängigkeit vom Erdöl verringern, den CO2-Ausstoß senken und das Klima schonen. Alles Super also? Nicht wirklich! Das Zeug greift Leichtmetalle und Kunststoffe an, kann Vergaser und Benzinpumpen schädigen und zu Undichtigkeiten im Kraftstoffsystem führen.

Viel schlimmer allerdings: Für eine Tankfüllung Biosprit geht der Jahresbedarf eines Menschen an Getreide drauf*. Das führt zwangsläufig zu saftigen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln. Für den deutschen Bedarf an Biosprit wäre eine zusätzliche Anbaufläche von einer Million Hektar nötig (viermal so groß
wie das Saarland)*, die durch hemmungslosen Einsatz von Dünger und Pestiziden gnadenlos auf Ertrag getrimmt werden müsste. Da das bei uns wohl nicht klappen wird, muss das Zeug importiert werden. Deshalb ist zu befürchten, dass verstärkt Regenwälder zu Ölsaatplantagen umgewidmet werden. Das hat zwar nichts mehr mit Umweltschutz zu tun, dürfte aber 56 Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich zusätzlich verursachen*.

Ob wir unseren Schätzchen diese umweltgefährdende Pampe zumuten oder lieber nicht, muss jeder selbst entscheiden. Laut BMW sollen unsere Lieblingsautos das Gebräu klaglos vertragen. Vielleicht noch die beste Nachricht bei diesem Thema. Einen „Vorteil“ hat der neue E-10-Kraftstoff allerdings: Durch seinen geringeren Energiegehalt wird auf alle Fälle der Verbrauch steigen. Das bedeutet mehr Geld für Vater Staat und Mutter Merkel und für die Konzerne bleibt sicherlich auch noch etwas übrig. Eigentlich eine feine Sache, wenn man nicht gerade am falschen Ende der Zapfsäule stehen würde.

Da bleibt uns nur zu hoffen, dass trotz aller Widrigkeiten irgendwann wieder die Freude am fahren überwiegt.

Thomas Reinhold

*Quelle: „Die Öko-Falle“ Spiegel Nr. 11 vom 14. 3. 2011

1. April 2011



Sensation: BMW entwickelt Hybrid-Antrieb für Oldtimer!
Erste Versuchsfahrzeuge unterwegs / Problemlose Nachrüstung möglich

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Erste Testfahrzeuge bei Oldtimertreffen: BMW Isetta mit Hybrid-Antrieb

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Die Ladevorrichtung ist noch ziemlich klobig (Fotos: Reinhold)



BMW ist seit langem für sparsame Motoren bekannt. Nun war zu erfahren, dass die Münchener an einer kostengünstigen Lösung arbeiten, auch den Verbrauch von klassischen Kraftfahrzeugen zu reduzieren. Kunden gäbe es genug: Auf unseren Straßen fahren über eine Million Youngtimer, über 300.000 Pkws sind älter als 30 Jahre. Nach letzten Meldungen entwickelte BMW einen Hybridantrieb für Oldtimer, der über einen völlig neuartigen Energiespeicher verfügt und problemlos nachgerüstet werden kann. Inzwischen tauchten auch schon erste Versuchsfahrzeuge bei Oldtimertreffen auf.

Wie die Technik genau funktioniert, war allerdings nicht zu erfahren. Es soll sich um einen mechanischen Zusatzantrieb handeln, der in erster Linie den Motor beim Anfahren unterstützt. Aber auch bei besonders verbrauchsintensiven Kurzstrecken kann auf den regulären Verbrennungsmotor verzichtet werden. Durch das andersartige Prinzip sind weder Elektroantrieb noch die schweren und teuren Batterien erforderlich. Außerdem sind keine aufwendigen Eingriffe in die Fahrzeugelektrik notwendig. Darüber hinaus gibt es bei Oldtimern in der Regel genug Platz, um die zusätzlichen Komponenten unterbringen zu können.

Das technische Prinzip des neuen Antriebs ist eigentlich gar nicht so neu, sondern schon seit Jahrzehnten bekannt und bewährt. Ein an der Entwicklung beteiligter Ingenieur: „Es funktioniert tatsächlich, wir mussten lediglich den Maßstab ändern. Eigentlich unverständlich, warum noch niemand darauf gekommen ist.“ Der neue Zusatzantrieb habe alle Erwartungen erfüllt, obwohl die Ladevorrichtung noch ziemlich klobig ist. Die ersten Testfahrten hätten ergeben, dass signifikante Verbrauchsenkunken möglich sind. Gegenwärtig werde mit Hochdruck daran gearbeitet, den Antrieb zur Serienreife zu entwickeln.


Thomas Reinhold


März 2011


Nullzwo in den Medien
Bildbearbeitung in der »Colorfoto« 1/2009 mit unserem Lieblingsfahrzeug

Hier ein Fundstück aus vergangenen Tagen, das mir kürzlich in die Hände fiel. In der Colorfoto 1/2009 bekommt man gute Tipps über das Freistellungswerkzeug im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop/Photoshop Elements.

Leider wurde unser Lieblingsfahrzeug nur als Aufmacher veröffentlicht. Trotzdem macht die Bildbearbeitung bei diesem Motiv doch gleich viel mehr Spaß.

Thomas Reinhold

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Februar 2011


Nullzwo in den Medien
2002 Turbo & 2000 Touring in »AutoBild Spezial 125 Jahre Automobil«

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Am 29. Januar 1886 reichte Carl Benz das Patent über ein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ ein. Ob er damals ahnte, was er mit seinem klöterigen Dreirad anrichten würde? Er konnte sich wohl kaum ausmalen, wie sehr sich Transport und Verkehr durch seine Erfindung ändern sollten. 125 Jahre später feiert »AutoBild« mit einem umfangreichen Sonderheft Jubiläum. Auf 280 Seiten werden reihenweise Autos vorgestellt, die prägend für ihr Erscheinungsjahr waren und den Kenner selbst heute noch begeistern. Unter den Jubilaren sind auch zwei Vertreter unserer Lieblingsfahrzeuge.

Wir schlagen erst einmal Seite 139 auf und sind auch gleich im Thema. Der vierseitige Artikel über den 2002 Turbo beginnt mit einem knackigen Fahrbericht: „Jetzt isser kaputt. Es zischt und pfeift und gurgelt – ein Geräusch, so schmerzend wie der Bohrer des Zahnarztes. Den Motor habe ich zergeigt, denke ich entsetzt … Prompt tritt mir jemand gewaltig in den Hintern. Ich fliege nach vorn, wie vom Katapult geschleudert und von Stahlfedern gezogen. Wieder zischt und pfeift und gurgelt es, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen.“

Der Artikel übt bei aller Begeisterung aber auch Kritik. Denn der 2002 Turbo war zwar technisch wegweisend (erstes deutsches Serienmodell mit Abgasturbolader), aber aus Marketinggesichtspunkten ein Desaster. Das neue Spitzenmodell von BMW erschien zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt: Pünktlich zur Ölkrise warfen die Bayern eine übermotorisierte Krawallschüssel auf den Markt, die hemmungslos den plötzlich knapp gewordenen Sprit vernichtete.
Die Überschrift „Eine bittere Leere“ bezieht sich deshalb auch nicht auf die Marktlücke, die sich dem neuen Technologieträger erschließen sollte, sondern auf die geisterhaft leeren Autobahnen während der Fahrverbote. Während die Kunden 1973 in den Nachwehen der Ölkrise sparsame Autos forderten, schöpfte der 2002 Turbo ungeniert aus dem Vollen! Die in den technischen Daten angegebenen 17 l Verbrauch sind zwar erschreckend, aber noch lange nicht der Gipfel. Laut Verbrauchstabelle in der Betriebsanleitung rauschten bei Vollgas bis zu 28 Liter Benzin durch die Brennräume. Die Freude am Fahren endete deshalb spätestens an der nächsten Tankstelle. Außerdem gab es in diesem Jahr eine weitere Einschränkung im Straßenverkehr: die 0,8 Promille-Grenze wurde eingeführt. Und so endet der Artikel mit dem knappen Fazit: „Ölhahn zu, Bierhahn zu, Vorhang zu“

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Der Nullzwo-Fan findet auch noch ein äußerst knappes Kurzprofil über den 2000 Touring (1971): „Die Kombi-Limousine von BMW hat nicht den gewünschten Erfolg. Sie ist hecklastig, windempfindlich und bietet im Normalbetrieb im Fond sogar weniger Platz als das „02“-Stufenheck-Modell.“ Schade eigentlich, dass in diesem umfangreichen Jubiläumsheft nur die Flops und Fehlschläge unserer Lieblingsbaureihe abgehandelt werden.

Aber sonst wird den Freunden der weißblauen Marke noch einiges geboten: So gibt es Berichte über den 501 (1952), 1800 „Neue Klasse“ (1963), 325 Cabrio (1986) und BMW Z1 (1988). Kurzprofile findet man über Isetta (1955), 507 (1956), 700 (1959), 1500 »Neue Klasse« (1962), 3er E21 (1975), 630 CS (1976), 7er (1977), M1 (1978), 850i (1989), E36 Compact (1994), 5er (1995) und 3er E46 (1998). Spätestens im letzten Viertel des Heftes macht dem Klassikerfreund das Blättern aber immer weniger Spaß. Das Jahrzehnt von 2000 bis 2010 wird im Schnelldurchgang durchgehechelt. Dort gibt es immerhin noch den 1er zu sehen.


Thomas Reinhold

Januar 2011


Nullzwo in den Medien
BMW 1802 in der »AutoBild« Nr. 4 vom 28. Januar 2011

Das Auto unseres Lebens kann eigentlich nur ein Nullzwo sein. Wer das noch nicht wusste, hat jetzt Gelegenheit es nachzulesen. Wer also 1,50 Euro übrig hat, sollte sich die aktuelle Ausgabe der AutoBild greifen und zügig bis zur Seite 28 vorblättern, zur Serie »Das Auto meines Lebens«.

Dort erwartet uns eine stimmige Doppelseite über unser Lieblingsthema. AutoBild-Redakteur Axel Sülwald berichtet über das Auto seines Lebens, einen gelben 1802: „Musik und mein 02 – das waren die zwei Fixsterne in meinem Leben …“ Nun gut, über die Reihenfolge der Aufzählung könnte man sicher noch diskutieren. Ansonsten gibt es aber einen launigen Bericht, in dem aus jeder Zeile die Begeisterung über den Alltag mit unserem Lieblingsfahrzeug spricht.

„ … bissige Vierzylinder und ein knackiges Vierganggetriebe machten den 02 zu einem Sportgerät, das es sogar mit den heißblütigen Alfa jener Zeit aufnehmen konnte.“ Was bleibt da sonst noch zu sagen? Vielleicht noch dies: „Schnittige Form, hohe Leistung, knallige Farben: Mit der 02-Reihe mischte BMW die Autoszene der 70er Jahre auf. Bis heute rockt dieses Modell die Fans …“ Jawoll, so isses!

Als Fotomodell diente übrigens ein Fahrzeug des BMW-Stammtischs Hamburg. Der Nullzwo des Redakteurs wurde 1996 im zarten Alter von 21 Jahren und nach knapp 330.000 Kilometern auf dem Tacho von der braunen Pest dahingerafft.

Thomas Reinhold

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Januar 2011



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